Hallo und Herzlich Willkommen bei den Keglern

Allgemeines
Eigentlich ist Kegeln ja in weiten Kreisen aus dem Gesellschaftskegelbereich
her bekannt. In geselliger Runde ein paar Kugeln schieben, das hat vermutlich
schon jeder mal probiert.
Nun, Sportkegeln ist ein Bereich, der vermutlich aus dem geselligen Zusammensein
hervorgegangen ist, und vielleicht ist deshalb die Anerkennung als Sportart
so schwierig. Schließlich... dies bißchen Kegeln.
Wer
sich jedoch damit beschäftigt, wird feststellen, daß Sportkegeln
alles andere als Kneipensport ist und das diese Sportart immer wieder Ihren
Sportcharakter bei Wettkämpfen von Kreis-bis Bundesebene unter Beweis
stellt. Auch wenn diese Wettkämpfe auf Kegelbahnen ausgetragen werden,
zu denen Gastätten gehören, so hat doch bei Wettkämpfen
der Genuß von alkoholischen Getränken auf Grund der Anforderungen
anKondition und Konzentration normalerweise keine Chance..
Die unterschiedlichen Arten
Sportkegler
sind unter dem Dachverband des DKB (Deutscher Keglerbund) bzw. des DBKV
( Deutscher-Bohle-Kegler-Verband)zusammengefasst.
![]() |
![]() |
Entsprechend den Satzungen und der Sportordnung des DKB's werden Wettkämpfe
von Kreis- bis Bundesliga ausgerichtet, so daß in den Monaten von September
bis April ein reger Punktspielbetrieb herrscht.
Gekämpft wird in den Kegelarten: Bohle, Schere, oder Asphalt sowie "Drei
Bahnen"- wobei jede der Bahnarten Ihren eigenen Reiz hat. Alle Kegelbahnen
sind mit neun Kegeln ausgestattet. Gekegelt wird mit einer 3050 - 3150 Gramm
schweren Kugel.
1. Bohle
Die "Bohlebahn" ist im Norden Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark
am weitesten verbreitet.
Die Bohlebahn ist eine 32,5 m lange, schmale, konkav nach innen gewölbte
Bahn, i.d.R aus Holzparkett. Am Ende der Bahn weitet diese sich etwas zum "Vierpass" um
die Standfläche der Kegel aufzunehmen. Diese sind dort in Form einer Raute
aufgestellt. Auf "Bohle" wird normalerweise "in die Vollen" gekegelt,
wobei ein Ergebnis von sieben gefallenen Holz als "Schnitt" angesehen
wird. Bei Wettkämpfen wird dann alles, was über 7 als "Gute" und
alles was darunter liegt, als "schlechte" zusammen gezählt.
Man hat also, wenn man nach 100 Wurf ein Ergebnis von z.B. 750 Holz erzielt
hat, "50 Gute".
2. Schere
Die Scherebahn ist etwas kürzer (26,75 m), nicht so stark gewölbt
und weitet sich bereits ab 17,75 langsam zur Breite des Vierpasses. Auf Schere
wird auch "in die Vollen" gekegelt, aber in Wettkämpfen wird
auch das "Abräumen" gespielt. Hierbei wird, bei Vorgabe einer
Maximalanzahl von Würfen, solange die Kugel auf ein Bild geworfen, bis
alle Kegel umgefallen sind. Erst dann werden wieder alle Kegel aufgestellt.
Die Scherebahm ist mehr in der Mitte, im Süden und im Westen Deutschlands
verbreitet. Auf Schere wird die Sechs als Schnitt angesehen.
3. Asphalt
Die Asphaltbahn ist eine 28,5 m lange, flache, ebene Bahn ohne Wölbung.
Diese hat im Gegensatz zur Bohle und zur Scherebahn keine Pumpenrinnen neben
der Bahn. Bei der Asphaltbahn kommt es darauf an, möglichst genau in die
Mitte schieben zu können, da keine Bahnwölbung den Lauf der Kugel
in die richtige Richtung lenken kann. Bei Asphaltbahnen ist die 5 der Maßstab
der Dinge.
4. Drei Bahnen
Drei Bahnen-Wettkämpfe sind Kombinationen der drei obengenannten Wettkämpfe,
deren Schwierigkeit beim Beherrschen aller drei Kegelarten liegt.
Die Regeln:
Von
Kreis - bis Landesebene (Verbandsebene) werden pro Punktspiel 120 Wurf
geworfen,
wobei die Gassen und Bahnen nach einer vorgeschrieben Anzahl von Würfen
zu wechseln sind.. Gassenzwang bedeutet, das vorgeschrieben wird, auf welcher
Seite des Vorderkegels die geworfene Kugel einschlagen darf. Eine falsche Gasse
ist gleichbedeutend mit einem Fehlwurf und wird mit Null gefallenen Holz bewertet.
Das gleiche gilt wenn die Kugel die Bahn verlässt, also in die Pumpenrinne
fällt.
Die 1. und 2. Bundesliga (Herren) kegelt 200 Wurf pro Wettkamp und führt
Heim- und Auswärtsspiele durch.